Angekommen

Salam,

Am letzten Freitag bin ich fuer mein IAESTE-Prakti in Tashkent, Uzbekistan eingetroffen.

Unser Eins ist sich das Fliegen ja nicht so gewohnt und daher war das schon ne spannende Sache mit Starten, Landen und so. Ueberhaupt habe ich die ganze Zeit nur am Fenster geklebt.. BielerSee, Bern, Zuerich, Bodensee ….. Wald, Wald, Wald, Wald, Wald, Fluss, Moskau. In Moskau vier Stunden abgehangen und dann weiter am Fenster geklebt…. Sterne, Sterne, Feuer, Feuer, Feuer, Tashkent.

Waehrend des ganzen Fluges habe ich mir ueberlegt, was ich machen soll, wenn da niemand am Flughafen steht. Immerhin: 4 Uhr morgens kein Schnall von der Sprache und so… Nach der Zoll-Kontrolle ging der Vorhang auf: Da standen doch ganz viele Leute vor der Tuer. „Dr. Waschni“ – falsch – „Mister Simmer“ – auch nicht – „IAESTE – frey ich bin hi(e)r“ – das war DER Mann mit dem richtigen Schild.

Mein Schuuch, der mich zu sich nach Hause nahm und die naechsten zwei Tage mein Bodyguard und Uebersetzer war. Schuuch spricht nicht schlecht Deutsch und studiert an der Tashkent State University Geografie. Mit ihm habe ich in den ersten Tagen um die dreissig andere Studenten kennengelernt. Von allen habe ich mir schoen die Namen notiert um sie dann wieder zu kennen. Irgend wann habe ich kapiert, dass ich die Usbeken nur schlecht unterscheiden kann und lieber keine Namen mehr aufschreibe. Jetzt erkenne ich Sie an ihren Zaehnen: Oben Gold oder hinten Gold, alles Gold oder kein Gold. Easy Sache.

Schuuch und ich wurden auch gleich zur ersten Tee-Sause eingeladen. Danach komisches oriental-pop Konzert in der schoenen Theaterhalle. Urploetzlich hektisches Treiben unter den Studenten. 21 Uhr. Zeit um zurueck in die Studentenheime zu kommen. Die schliessen alle um 22 Uhr. Ohne Geldschein, hat man ab dann keine Chance mehr, an den wachhabenden russischen Hexen vorbei zu kommen. Eine Studentin nannte es Disziplin, ich nenne es Regime. Fuer Studis vom anderen Block gibts keinen Eintritt in fremden Studiheimen. Tausend Regeln von den ich allerdings keine einzige verstehe.

Gespannt war ich auf meinen ersten Arbeitstag an der Tashkent University of Technologies. Die russische Professorin Stella Alexandrova ist fuer mich zustaendig. „Wir machen Medizinal-Programm und sprechen Russisch.“ Genau was ich wollte. Professor Stella setzte mich so gleich in ein leeres Schulzimmer und hielt die erste Russisch-Lektion ab. „Irkutsk, Stadt der Wissenschaft.“ usw.
Sie wendet ein alt sowjetisches Schulkonzept an: Mit dem Hammer werden neue russische Woerter eingehauen und mit der Sichel jede falsche Aussprache oder Fehler geschnitten. Nicht so mein Ding, was Stella dann auch gemerkt haben muss. Am zweiten Tag hat sie auf ein neues Rezept gesetzt. Sie stellte mir die Studentin Julia als meine neue RussischLehrerin vor. Julia kann gut Englisch und mein kleines Buch fuellt sich immer mehr mit russischen Saetzen.

Von nun an darf ich am Morgen russisch lernen und am Nachmittag mit Avas am EKG-Projekt arbeiten. Avas und ich verstehen uns gut. Er ist mein Chef und sorgt fuer eine stets volle Tasse Gruentee. Guter Chef. Das Projekt scheint in diesem Monat machbar zu sein…. halt, halt nicht zu schnell. Es handelt sich um Avas Master-Arbeit und die darf nicht vor einem Jahr fertiggestellt werden. Ok, Chef.

Kein Tag verlaeuft ohne Ueberraschungen: Die Usbeken sind ein extrem froehliches, neugieriges und offenes Volk. Egal ob ich im Bus sitze oder durch den farbigen Markt schlendere. Ueberall wird man angequatscht oder eingeladen.

Sodeli. Das war mal das Neuste von mir aus Tashkent.
Es folgen:
– Einladung in Englischklasse und ueberraschende Diskussion ueber Religion.
– The old grand-father – Praesident Usbekistans – „Erntet mehr Baumwolle“

Liebe Gruess

Maurus

Geschrieben in Usbekistan | 1 Kommentar

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  1. 26. September 2006 um 20:37 Uhr

    Chrigu sagt,

    ?Ў?авс?в?л?е! сПб?а?! ХП?П?П Ўля ?ПгП ??Пб? ?сл??а?? ??П в? Ўелае?е П?лО?МП.

    Cooler Bericht – macht weiter so. Freue mich schon auf die ersten Fotos!

    ??Ове?с?вОя П? МеМас?МПй Квей?а?ОО,

    Chrigu

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